Der Spielmann

Es rappelt in der Kiste!

Der Spielmann

Die Person

Geboren in Norden (ja, wie die Himmelsrichtung. Stadt an der ostfriesischen Nordseeküste) aufgewachsen im Flecken Dornum. Dort über zwei Jahrzehnte missverstanden, gepeinigt und jeglicher positiven Einflüsse bar, zog er verdorben nach 14 Jahren Schulzeit – Abitur (3,4) –  und Bundeswehr (FschJgBtl 313) in die Universitätsstadt Göttingen. Studium der Jurisprudenz, später Germanistik und Geschichte (LA Gym). Fortsetzung und Abbruch der Studien in Jena.

Lehre bei einem Advokaten und Notarius in Norden.

Wohnhaft Lütetsburg

 

Musikalischer Werdegang

Neidvoll den jungen Gitarristen, die schmalzige Lieder am Lagerfeuer trällernd stets die Bewunderung der holden Damen ernteten, nacheifernd, erkannte er schnell, dass diese Art der Prostitution nicht die seine war.

Hin- und hergerissen, zwischen Punk und Heavy Metal, gehörte er jedoch keiner Gruppierung jemals an. Den Punkern zu metal, den Metallern zu punkig. Ein komischer Vogel ausgestoßen von zwei gesellschaftlichen Randgruppen – welch Ironie.

Wen wundert es also, dass die Geburt des Spielmanns noch Jahre geistiger Reife erforderte.

Angewidert von sowohl der geistigen Beschränktheit sowie der faden Spießigkeit der selbsterklärten Andersdenkenden fand er selbstredend keine Mitstreiter.

Die Band WEGWEISER nahm ihn schließlich als Bassisten auf.

Seine musikalischen Ideen und Lieder endeten in Perspektivenlosigkeit und führten folgerichtig nach zwei Jahren zum Bruch.

Wieder allein schrieb er Lieder verschiedenen Genres zugehörig. Doch wie sollte es weitergehen? Keinen Proberaum, keine Band und ein vager Plan, wie man doch noch ein paar anständige Lieder unters Volk bringen könnte.

 

Bier ist dicker als Wasser

Der Trommler, gleichzeitig Schwager und Freund, wurde – kaum der Diaspora entronnen – in die Pflicht genommen. Ein kühner Plan gefasst:

Entern der Rock’n’Roll Butterfahrt.

Und hier fängt die Geschichte an…

 

Das Konzept

Was ein Spielmann so tut, außer die Leute zu unterhalten?

Auf die Regierung schimpfen, Missstände anprangern und Geschichten erzählen, will man meinen. Grässlich plakativ und langweilig möchte man meinen.

Nichts desto weniger konnte Menko Geelvink alias Menki Pilsetti von der Sache überzeugt werden.

Und er hatte sogar Spaß daran!

Auf eine Rekrutierung anderer Musiker wurde nach unfruchtbaren Versuchen verzichtet.

Folge Deiner Bestimmung, sagte sich Vince Vega (zu exakt diesem Zeitpunkt wohl unter massivem Einfluss diverser hochprozentiger Alkoholika und wurde mit einem zünftigen Kater und als

Der Spielmann

wiedergeboren. „Erst mal ne Scheibe aufnehmen, das könnte die Suche nach qualifizierten Musikern vereinfachen.“

Gesagt, getan.

 

Der Macher

Wie aber nun aufnehmen, wenn man davon keine Ahnung hat (und einem das nötige Vermögen fehlt, ein Studio zu bezahlen)?!

Wieder kam das Glück, das wahrhaft dem Tüchtigen hold ist, zur Hilfe geeilt und entsendete Eike Ebbel Groenewold wieder in seine alte Heimat, die Krummhörn.

Dieser wackere Meister der Klangkunst hörte sich also den Rohbau der Spielmannslieder an und entschied sich (vielleicht brauchte er auch das Geld), die Platte zu machen.

Das Ergebnis kann sich hören lassen, auch wenn man über die Musik prima streiten kann.